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Montag, den 05. September 2011 um 04:34 Uhr

Obligatorisches Fach Wirtschaft und Recht

Schulzimmer

 

Vielfach konnte man dieser Tage – zu letzt prominent in einem NZZ Artikel vom 28.März („Ein Mauerblümchen Namens Ökonomie") - über die schulische Verankerung des Themas Wirtschaft und Geld in der Presse lesen. Nach wie vor ist nämlich dieses überaus wichtige Thema in den Schweizer Lehrplänen inexistent. Diese fundamentale schulische Lücke wurde von den Jungfreisinnigen Werdenberg-Sarganserland bereits Ende 2007 erkannt und in Form einer Petition zu Beginn 2008 lanciert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider mangelte es zu dieser Zeit – bis auf vereinzeltes persönliches Wohlwollen - selbst in der Mutterpartei an der nötigen Unterstützung, um diese Petition zum Erfolg zu bringen. Was damals schon als Bedürfnis von uns Jungen formuliert wurde, kann nun mittels einer WEF Studie bestätigt werden: „…dass schülerseitig ausreichend Interesse besteht, zeigt beispielsweise eine Internetumfrage, deren statistische Auswertung bei einer WEF-Veranstaltung Ende Januar in Davos vorgestellt wurde. 70 Prozent aller antwortenden Schüler (310 Teilnehmer aus der Schweiz und aus Deutschland, Durchschnittsalter 15,4 Jahre) votierten für mehr Wirtschaftsunterricht, 56 Prozent sprachen sich gar für Wirtschaft in Form eines eigenständigen Schulfachs aus. Lediglich 27 Prozent stuften ihr Ökonomiewissen als hoch ein. (NZZ, 28.3.11)"

Um die Jugendlichen besser auf die Aufgaben des Erwachsenseins vorzubereiten soll deshalb auf schulischem Wege das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge gefördert und verbessert werden.

 

Viele Jungendliche und junge Erwachsene bekunden Mühe im Umgang mit ihren finanziellen Mitteln. Steigende Schulden, Konsumkredite, gar Privatkonkurse sind die Folge. Mit einer genügend frühen schulischen Auseinandersetzung mit Buchhaltung, grundlegenden privatrechtlichen Sachverhalten wie dem Obligationenrecht und einer stufengerechten Einführung ins Bundesstaatsrecht, sollen bei den Jugendlichen ab der ersten Oberstufe die staatsbürgerliche Verantwortung geweckt und die Finanzkompetenz gefördert werden. So soll den Jugendlichen in ihrem, nach der Familie wichtigstem Umfeld, ein noch besseres Rüstzeug für den weiteren Verlauf ihrer Bildungs-, Arbeits- und Familienkarriere mitgegeben werden. Zwar enthält der Lehrplan SG 97 für die Oberstufe unter „Fachbereich Mensch und Umwelt, Teilbereich Räume und Zeiten" Elemente, welche auch im neuen Fach vermittelt werden sollen, erklärt diese (Bsp: Bundesstaat, schweizerischer Nationalstaat) aber lediglich als „mögliche Inhalte". Dies ist klar zu wenig.

 

Die Jungfreisinnigen der Sektion Werdenberg –
Sarganserland würden sich deshalb freuen, wenn wir neue Verbündete finden würden, um die Petition zur Einführung eines obligatorischen Fächern Wirtschaft und Recht neu lancieren zu können.

 

Published in Vox-Libertas