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Bildung

Bildung und Forschung sind zentrale Politikbereiche und die wichtigsten Ressourcen im Land.
Nur ausgezeichnete Bildung gewährleistet die Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend
globalisierten Welt. Zudem institutionalisiert ein solides Bildungssystem wesentliche Freiheits-
rechte, sichert den guten Zugang zu Aus- sowie Weiterbildung und ist damit Voraussetzung für
Chancengleichheit und freie Berufswahl: Denn durch schulische Aus- und Weiterbildung
können sich Menschen, die nicht einer privilegierten Schicht angehören, eigene Wege zum
Erfolg bahnen, ganz nach dem liberalen Motto „jeder soll nach seiner Facon selig werden“. Die
Schaffung von guten Startbedingungen und Zukunftsaussichten für alle im Kanton ist für uns
daher auch die beste Form von Sozialpolitik, denn es ist besser, frühzeitig in die Bildung zu
investieren als später Bildungsdefizite durch Sozialleistungen aufzufangen.
Freie Schulwahl für Alle, da Erziehung und auch Bildung in der Hauptverantwortung der Eltern
liegen. Die Eltern sollen im Bildungsweg ihrer Kinder mitentscheiden. Angefangen bei der
obligatorischen Schule soll allen Schülern die Möglichkeit zur Entdeckung, zum Aufbau und zur
Beherrschung von notwendigen Kompetenzen gegeben werden, sodass sich jede und jeder in
unserer Gesellschaft zurecht findet. Die Hauptverantwortung für die Erziehung der Kinder liegt
bei den Eltern, die durch ihre Wertvorstellungen und ihr Verantwortungsbewusstsein den
Ausbildungsprozess entscheidend mitprägen. Im Kanton St. Gallen wird Bildung aber noch
immer zu stark als allein staatliche Aufgabe gesehen. Die Einführung der Freien Schulwahl auf
der Oberstufe ist deshalb für uns der erste Schritt den Bildungssozialismus in unserem Kanton
zu beenden und den Eltern mehr Wahlfreiheit zuzugestehen aber auch Mitverantwortung zu
fordern.
Zinslose Darlehen für Alle, statt Stipendien für Wenige. Ein Studium darf nicht an finanziellen
Hürden scheitern. Studenten sollen die Kosten ihres Studiums aber persönlich erfahren und
mittragen. Stipendien sollen vollumfänglich durch zinslose Darlehen ersetzt werden, die nach
dem Studium zurück bezahlt werden können. Der Antrag für ein solches Darlehen soll aber nicht
durch eine schier unüberwindbare Bürokratiemaschinerie geschickt werden müssen: Die
Darlehen müssen mit wenig Verwaltungsaufwand und für alle in nützlicher Frist zugänglich sein.
Duales Bildungssystem stärken, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Akademikern und
hochwertigen Fachkräften ist zu schaffen. Mit Anreizen sollen Unternehmen dazu gebracht
werden, Lehrlinge einzustellen, die eine Berufsmatura absolvieren wollen. Die Ausbildung von
Arbeitskräften auf allen Stufen und in allen Branchen ermöglicht die Konkurrenzfähigkeit
unserer Arbeitskräfte im europäischen bzw. globalen Arbeitsmarkt.
Maturitätsquote soll niedrig bleiben, sonst leidet die Qualität an den Universitäten. Parallel
muss die Berufslehre aufgewertet und der Zugang zu Fachhochschulen erleichtert werden. Es
braucht keinen Vergleich mit Deutschland oder anderen europäischen Ländern, in denen jeder
einen Mittelschulabschluss besitzt. Nicht jeder ist für ein Universitätsstudium oder umgekehrt
für ein Fachhochschulstudium oder eine Berufslehre geeignet. Dadurch könnte auch das Problem der überfüllten Universitäten gelöst werden.
Eine Tiefe Maturitätsquote und ein Stärkung des dualen Bildungssystems tragen dazu bei, den
Migrationsdruck auf dem Arbeitsmarkt zu mildern, da wieder genug einheimische Fach- und
Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt vorhanden wären.



