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Displaying items by tag: Gesetz

Die Initiative für den Schutz vor Waffengewalt verfolgt in ihrem Grundgedanken ein edles Ziel. Leider trifft es bei dieser Initiative die Falschen.
Die Schweiz hat seit 2008 eines der schärfsten Waffengesetze weltweit eingeführt. Warum ein neues Gesetz einführen, wenn schon eines besteht? Was nützen uns neue Gesetze, wenn die vorhergehenden noch nicht einmal Zeit gehabt haben sich zu bewähren?
In den letzen Jahren hat sich einiges im Umgang mit Waffen verändert.

 

So muss heute jedermann, der eine Waffe haben möchte, eine Waffenlizenz beantragen. Auch die Armee hat die Probleme (wenn auch sehr spät) erkannt. Heute darf jeder Armeeangehörige, welcher die Waffe nach dem Dienst nicht nach Hause nehmen will, diese bis zum nächsten Dienst im Zeughaus abgeben.

 

Auch die Taschenmunition darf nicht mehr nNein_Buttonach Hause genommen werden. Die Armee hat in den letzten Jahren viele Fehlentscheidungen getroffen, welche ihrem Ruf sehr geschadet haben. Mit der freiwilligen Abgabe der Waffe und dem Einzug der Taschenmunition hat sie die Zeichen der Zeit erkannt. Jetzt stellt sich für mich als Armeeangehöriger die Frage, warum wir nun eine noch striktere Lösung benötigen?
Ich denke, wir sollten unseren Soldaten das Vertrauen schenken, welches sie auch verdient haben. Ausserdem wird mit der Verkleinerung der Armee auch der Waffenbestand automatisch verringert. Die Gefahr geht nicht von den verantwortungsbewussten Armeeangehörigen aus. Sie lauert mehr bei den vielen privaten Waffen.

 

Die Initiative wird die Personen, die jetzt schon eine Waffe ohne Erwerbsschein besitzen, kaum umstimmen.
Anstatt den ewigen Kampf zwischen links und rechts auszutragen, sollten wir uns lieber darauf konzentrieren mit gezielten Einsammlungsaktionen die rund 2 Mio. Waffen, welche unabhängig von der Schweizer Armee in den Schweizer Haushalten aufbewahrt werden, einzusammeln und zwar auf freiwilliger Basis.

 

 

Als Offizier und stolzer Schweizer Bürger, sage ich somit ganz klar NEIN zur unnützen Waffeninitiative und JA zur Prävention, indem die bestehenden Gesetze beibehalten werden und die Energie auf deren Umsetzung gesetzt wird.

Published in JFWU News