Petition "Jugendgewalt stoppen" eingereicht
Die Jungfreisinnigen Kanton St.Gallen haben vergangenen Freitag die Petition „Jugendgewalt stoppen“ mit 1572 Unterschriften via Staatskanzlei dem St.Galler Kantonsrat übergeben. Die Petition wurde am 16. Februar 2011 lanciert.

Die Jugendgewalt hat ein untragbares Ausmass angenommen. Raufereien hat es zwar schon immer gegeben. Neu ist aber, dass auch auf bewusstlos am Boden liegende Personen eingeschlagen wird und sich Jugendliche in Banden organisieren um zu prügeln. Dem muss ein Ende gesetzt werden. Nur wenn konsequent bestraft wird, lernen jugendliche Schläger wo die Grenzen sind. "Nach wie vor stellt die Jugendgewalt ein grosses Problem dar: Sie hat zwar leicht abgenommen, bewegt sich aber immer noch auf hohem Niveau. Allzu oft wird die schwierige Situation schöngeredet. Weil die Bundespolitik nichts dagegen tut, fordern wir den St.Galler Kantonsrat dazu auf, jetzt endlich einzuschreiten: Das Jugendstrafrecht muss verschärft werden" so Christoph Graf, Vize-Präsident der
Jungfreisinnigen Kanton St.Gallen.
Die Petition „Jugendgewalt stoppen“ will, dass kriminelle Jugendliche konsequent und hart bestraft werden. Nur wenn auch kleinere Delikte konsequent bestraft werden, tritt ein Lerneffekt ein. Schwere Kriminelle (z.B. Mörder) sollen zudem dem Erwachsenenstrafrecht unterstellt werden.
Dominique Läser, Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen Wil und Umgebung:„Mit dem heutigen Strafgesetz können Jugendlich die einen schweren Delikt begannen haben beinahe ungeschoren davon kommen. Ein Sexualdelikt als Beispiel: Für mich als Frau macht es keinen Unterschied, ob ein Vergewaltiger 16 Jahre oder älter ist. Auch ein Jugendlicher ist im Stande das Ausmass seiner Tat abzuschätzen: Jeder soll die Konsequenzen seiner Taten tragen.“
Stamm Petition Jugendgewalt vom 30.03.2011
Die Jungfreisinnigen Wil und Umgebung luden zum ersten Stamm in Mäsis Angoustura Bar in Wil ein. Nebst der Vorstellung der Regionalpartei sowie des Vorstandes durch den Präsidenten Marc Flückiger, lag das Hauptaugenmerk an diesem Abend auf der lancierten "Jugendgewalt Petition" der Jungfreisinnigen St.Gallen , die von Vincenz Rentsch, Präsident der Jungfreisinnigen St.Gallen, vorgestellt wurde. Als speziellen Gast wurde dabei Rosmarie Bein, deren Sohn im Jahr 2003 von einer Gruppe Rechtsextremer verprügelt wurde, eingeladen. In Ihrer Rede trat sie dezidiert dafür ein, dass man straffällige Jugendliche härter bestrafen müsse. Durch konsequentes durchgreifen und mit einprägenden Massnahmen, würden die Jugendlichen wieder vermehrt zu Vernunft kommen, so Frau Beins Votum.
Bei der abschliessenden Diskussion wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass nicht vergessen werden darf, dass sich die meisten Jugendliche korrekt in der Gesellschaft verhalten und nur ein kleiner Teil mit dem Gesetz in Konflikt kommt.
Es war ein sehr spannender Abend, der mit angeregten Diskussionen zu Ende ging.
Jugendgewalt stoppen
Die Jugendgewalt hat ein untragbares Ausmass angenommen: Die Täter sind jünger denn je und schrecken vor nichts zurück. Messerstechereien, bewaffneter Raub und Bandenkriminalität sind keine Seltenheit mehr. Derart viel brutale Jugendgewalt hat es noch nie gegeben! So kann es nicht weitergehen. Die Grenzen müssen endlich gesetzt werden; und zwar mit der Verschärfung des Jugendstrafrechts.
